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  • Franziska Dittrich

006 - Wie Du Freundschaft mit Deiner Vergangenheit schließt




Herzlich Willkommen bei nothing but mindfulness. , dem Podcast, in dem sich alles darum dreht, wie Du durch eine achtsame Haltung Dein Leben und die Welt verändern kannst. Mein Name ist Franziska Dittrich und ich freu mich total, dass Du heute wieder da bist und Deine Zeit mit mir teilst.

In der heutigen Folge geht es ausnahmsweise einmal um die Vergangenheit. Auf das Thema bin ich deshalb gekommen, weil ich in Gesprächen und Coachings immer wieder darauf stoße, wie sehr Menschen leiden, weil sie glauben, ihre Vergangenheit hätte anders sein müssen. Unsere Gedanken, Gefühle und Entscheidungen sind meist geprägt von unseren Erfahrungen in der Vergangenheit und zwingen uns damit, ein mittelmäßiges Leben zu führen, weil wir noch dem Gestern anhaften, das in Wahrheit nur noch eine Geschichte in unserem Kopf ist.

Wir sprechen also heute über die lebenslange Hoffnung auf eine glücklichere Vergangenheit, über unsere Geschichte und darüber, wann wir aufgehört haben, zu leben. Dazu werde ich Dir auch wieder einen Schwank aus meinem eigenen Leben erzählen. Du erfährst außerdem, was Dein Selbstbewusstsein damit zu tun hat und ich teile wieder wertvolle Coaching-Tipps mit Dir, die Dir dabei helfen, endlich Freundschaft mit Deiner Vergangenheit zu schließen.

Leg Dir gern wieder Stift und Papier bereit und lass uns direkt starten. Ich wünsch Dir ganz viel Freude beim Hören.


Freundschaft mit der Vergangenheit schließen klingt im ersten Moment vielleicht etwas komisch und gleichzeitig wie ein riesengroßes Ding. Bewusst oder unbewusst ist unsere eigene Vergangenheit etwas, das uns tagtäglich auf Schritt und Tritt begleitet und uns damit entweder dienen oder schaden kann. Nicht selten schieben wir auch die Verantwortung für unser Leben im Heute auf das Gestern ab. Wir packen unseren Rucksack zu jeder Gelegenheit vor anderen Menschen aus, die uns dann bitte in unserem Leid bestätigen und uns einen Freifahrtschein für unser mittelmäßiges Leben ausstellen sollen. Wir sind fest davon überzeugt, dass das Leben uns nun doch endlich einmal etwas schuldig sei, nach all dem was wir erlebt haben – den Erfolg im Job, die erfüllte Beziehung mit dem perfekten Partner, den finanziellen Wohlstand, die „richtigen“ Menschen um uns herum, die Zufriedenheit und schließlich unser Glück.

Diese Illusion möchte ich Dir gleich zu Beginn nehmen. Das Leben schuldet Dir gar nichts. Im Gegenteil: Du schuldest dem Leben etwas. Du schuldest ihm, es zu leben. Und zwar nach bestem Wissen und Gewissen, zu Deiner vollsten Zufriedenheit und so glücklich und erfüllt wie nur möglich. Jeden einzelnen Tag.


Glaubst Du, das ist möglich, wenn Du die ganze Zeit mit einem schweren Rucksack durch die Welt gehst, der Dich auf dem Weg nicht nur immer schwächer werden lässt, sondern auch zu einem gebückten Gang und großen Schmerzen führt? Vielleicht hast Du manchmal Rücken- oder Nackenschmerzen, weil die Last auf Deinen Schultern so groß ist. Vielleicht tut Dir manchmal der Kopf weh vor lauter Verspannungen und Kopfzerbrechen. Vielleicht hast Du manchmal das Gefühl, nicht aufstehen zu können, weil Dein ganzer Körper gefühlt viel zu schwer und jede Bewegung ein Kraftakt ist. Vielleicht hast Du in bestimmten Bereichen Deines Lebens resigniert und Dinge beschlossen wie „Ich werd mich nie wieder verlieben.“ oder „Das mach ich nie mehr für eine Person/einen Job, etc..“ oder „So will ich mich nie mehr fühlen.“. Es wäre vermessen zu denken, dass unsere mentale und emotionale Gesundheit sich nicht auch unmittelbar auf unseren Körper auswirkt. Und je länger wir davor weglaufen, je mehr wir uns mit Medikamenten betäuben und irgendwelche Ärzte darum bitten, unsere Beschwerden „wegzumachen“, desto schlimmer wird alles. Oft habe ich den Eindruck, dass Menschen hier ein Spielchen spielen, das sie als Kinder häufig gespielt haben: Sie halten sich die Augen zu und denken, jetzt sieht sie niemand mehr. Sie sind fest davon überzeugt, dass sie nur lang genug wegschauen müssen, damit sich alles Unangenehme in Luft auflöst.


Lass uns einmal schauen, was wirklich passiert, wenn wir die Augen verschließen.

Wir alle kennen diese Momente und Situationen in unserem Leben, in denen wir uns total aus der Bahn geworfen und von unseren Gefühlen überwältigt fühlen. Diese Situationen, in denen wir wegen Kleinigkeiten vollkommen übertrieben reagieren, zutiefst verletzt sind und emotional in ein tiefes Loch fallen. Momente, in denen wir enttäuscht vom Leben, von anderen Menschen oder von uns selbst sind. Wir erzählen uns selbst und anderen dann, dass wir gerade „in ein Loch gefallen“ sind.


Was meinen wir damit genau und was passiert in diesen Momenten wirklich?


Zur besseren bildlichen Vorstellung lade ich Dich ein, Dir dieses tiefe Loch einmal wie einen Wäscheschacht vorzustellen, der in Deinem Haus des Lebens direkt in den Keller führt. Es gibt also immer wieder diese Trigger in Form von Personen, Situationen, oder Verhaltensweisen im Außen, die dazu führen, dass wir auf unbequeme, schmerzhafte Weise im Keller landen. Im Keller, in dem wir eine Ansammlung von Geschichten, Überzeugungen, Glaubenssätzen und vermeintlichen Wahrheiten bunkern. Wir Menschen und auch unser Gehirn sind schließlich leidenschaftliche Sammler. Bewusst oder unbewusst sammeln wir über die Jahre hinweg alles Mögliche an und stellen es im Keller ab. Ehrlicherweise ist das doch auch nicht nur im mentalen bzw. emotionalen Keller so, sondern auch in der Realität im Außen, oder? Als ich vor einem Jahr zuletzt mein Kellerabteil aufgeräumt habe, war ich echt erstaunt, was ich so alles aufgehoben habe, von dem ich gar nicht mehr wusste, dass ich es noch besitze. Kennst Du das? Alles, was Du besitzt, besitzt irgendwann auch Dich.


Genau das ist der Punkt. Uns ist oft gar nicht bewusst, was wir aufgehoben haben. Die alles entscheidende Frage lautet an dieser Stelle:

Ist Dein Keller voll mit Sperrmüll, oder mit Vorräten?


Du kannst Dir das so vorstellen: Immer, wenn Du etwas erlebst, das Dich emotional berührt (sei es nun positiv oder negativ), stellst Du eine neue Kiste in Deinen Keller. Mal eine größere, mal eine kleinere. Sobald nun im Außen irgendetwas passiert, das Dein Gehirn auch nur annähernd in Verbindung mit einer Situation oder einem Gefühl aus der Vergangenheit bringt, geht der Wäscheschacht auf und Du purzelst in den Keller. Wenn Du nun in Deinem Keller zu viel Sperrmüll angesammelt hast, wird es Dir sehr schwer fallen, in diesem Chaos überhaupt noch einen Überblick gewinnen zu können. Welche Kiste wurde gerade geöffnet? Worum geht es eigentlich? In Deiner Verzweiflung schaust Du dann wahrscheinlich in jede Kiste hinein, um zu sehen, ob Du herausfindest, worum es geht. Wozu führt das? Genau, es führt dazu, dass Du Dich immer weiter in dieses negative Gefühl hineindrehst, alle möglichen Dinge miteinander vermischst, bis Du dann eben letztendlich sagen kannst „Ich bin gerade in einem Loch und komm so einfach nicht mehr heraus.“.


Was wir an dieser Stelle übrigens auch sehr gerne machen ist, dass wir andere für den Sperrmüll in unserem Keller verantwortlich machen. Wir beschuldigen sie also sozusagen, dass sie Müll in unseren Keller gestellt haben. „Du hast mich verletzt!“ oder „Du bist schuld daran, dass es mir jetzt so geht“ oder „Wenn Du nicht X oder Y getan hättest, würde es mir nicht so gehen!“.

Die Wahrheit ist: Die einzige Person, die darüber entscheidet, wie es Dir geht und die Dich wirklich verletzen kann, bist allein Du selbst.

Wir gehen oft sogar noch weiter und behaupten „Wenn meine Vergangenheit anders gewesen wäre, wäre heute auch alles anders.“ oder „Wenn ich damals dies oder jenes nicht erlebt hätte, könnte ich heute...“. Wir stellen den ganzen Sperrmüll in unserem Keller, also unsere eigenen Überzeugungen und Gefühle, irgendwann gar nicht mehr in Frage, sondern suchen unterbewusst immer wieder nach Bestätigung dafür, all das behalten zu dürfen, um uns selbst und anderen dann vermeintlich zu beweisen: „Siehst Du, hab ich doch gewusst, dass es wieder so ist!“


Beim Finden dieser Beweise hilft uns übrigens wieder unser retikuläres Aktivierungssystem, von dem ich in einer der letzten Folgen schon erzählt habe.

Fakt ist, dass Du selbst bestimmst, was Du in Deinem Keller lagern möchtest und was nicht. Du entscheidest, ob dort Kisten voller negativer Emotionen, Überzeugungen und Glaubenssätze stehen, oder nicht. Du entscheidest, ob Du Dir ab sofort Vorräte anlegst, auf die Du in schwierigen Zeiten zurückgreifen kannst.

Bevor wir gleich zu meinem ersten Tipp kommen hier noch ein kurzer Zwischeneinschub: Wir sehen an der Situation in den vergangenen Wochen ja sehr genau, was Angst mit Menschen macht. Das Einzige, was sie gerade vermeintlich beeinflussen können ist der Vorrat an Toilettenpapier und Nudeln in der Vorratskammer. Sie versuchen also, ihre Angst und den Kontrollverlust im Außen damit zu kompensieren, dass sie sich Vorräte anlegen. Genau so kannst Du Dir das in Deinem Leben auch vorstellen. Wenn im Außen alles unsicher ist, oder Du Angst hast, gehst Du in Deinen Keller, um Dich zu versichern, dass noch alles da ist. Und dann überrollt dich eine Welle von noch mehr Angst, noch mehr Unsicherheit, noch mehr Traurigkeit, Wut und allem, was Du dort eben gelagert hast.

Ich bin der Meinung, dass Veränderung sehr schnell gehen kann. Abgesehen von der Veränderung, die sowieso ständig passiert, auch die bewusste, willentliche Veränderung in uns.


Hier kommen nun meine ersten Tipps zum Keller aufräumen. Stell Dir einmal die folgenden Fragen:

1. Was sind die fünf (vermeintlich) negativen Situationen in Deinem Leben, die Dich bisher am meisten geprägt haben? Geh hier ruhig zurück bis in Deine Kindheit.


2. Welche Gefühle und Überzeugungen gehören zu diesen Situationen? (Die Überzeugungen könnten z.B. lauten „Ich bin hilflos.“ oder „Ich kann sowieso nichts bewirken.“ oder „Ich bin nicht gut genug, ich reiche nicht so, wie ich bin.“ oder“Ich bin nicht liebenswert.“ oder „Ich bin dumm.“ oder „Ich bin hässlich.“)


3. Jetzt beantwortest Du Dir bitte zu jeder einzelnen dieser Überzeugungen zwei Fragen: Wozu halte ich heute noch an genau dieser Überzeugung fest? Was gewinne ich dadurch, dass ich das über mich, andere Menschen, das Leben und die Welt glaube?

Bei der dritten Frage kann es sein, dass sich Dein innerer Kritiker mal wieder zu Wort meldet und mich insgeheim beschimpft. „Was ist das denn für eine bescheuerte Frage? Was sollte ich denn dadurch gewinnen? Diese Franziska hat wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank! Ich hab einfach ganz furchtbare Dinge erlebt, als würde ich mir das aussuchen, daran festzuhalten.“

Sag ihm gern einen schönen Gruß von mir. Wir Menschen tun immer nur Dinge, von denen wir überzeugt sind, dass wir dadurch etwas gewinnen. Das geht sogar soweit, dass wir teilweise an Krankheiten festhalten, weil wir unbewusst gelernt haben, dass wir dadurch Liebe und Aufmerksamkeit bekommen. Es gibt also sicherlich mindestens eine Sache, die Du gewinnst, indem Du an Deinen Überzeugungen festhältst, sonst hättest Du sie schon längst losgelassen.

Lass uns nun zum nächsten Punkt kommen.

Unsere lebenslange Hoffnung auf eine glückliche Vergangenheit


Dazu möchte ich jetzt vorab gar nicht viel sagen, sondern Dir stattdessen zwei Geschichten aus meinem Leben erzählen.

Hier kommt die erste Geschichte:

Meine Kindheit war ganz furchtbar. Mit acht Jahren habe ich von heute auf morgen meinen Vater verloren. Das hat dazu geführt, dass ich mit meiner Mutter aus unserem wunderschönen Eigenheim mit großem Garten ausziehen musste. Damit nicht genug: Ich musste sogar in den nächsten Jahren mehrmals umziehen, zwischenzeitlich die Schule wechseln und mich immer wieder in ein neues Umfeld eingewöhnen. Wie kann man einem Kind so etwas antun? Und dann kommt da auch noch ein anderer Typ in unser Leben, der jetzt Ersatzvater spielen will? Na danke! In meiner Jugend kam meine Mutter dann auf die glorreiche Idee, mit ihrem Lebensgefährten 800 Kilometer entfernt auf der Insel Usedom ein kleines Haus zu kaufen. Und ich? Mich hat sie einfach sitzen lassen, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich musste deshalb das Gymnasium vorzeitig verlassen und schon mit 16 meinen eigenen Lebensunterhalt verdienen. Das war echt eine ganz schön große Nummer damals. In meiner Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten, die ich ja nur gewählt habe, weil ich dort gut bezahlt wurde, war ich drei Jahre lang gezwungen, etwas zu tun, das mich überhaupt nicht interessiert. Zwei Jahre nach der Ausbildung war es dann so, dass ich mich beruflich verändern wollte und in der Gegend keinen anderen Job finden konnte. Ich musste also das Angebot meines damaligen Arbeitgebers annehmen und mit Anfang 20 alleine nach München umziehen. In eine Stadt, in der ich keine Menschenseele kenne, keine Freunde habe und mehr als das Dreifache an Miete bezahlen muss. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass spätestens jetzt der Tiefpunkt erreicht war. Das Leben meint es wohl einfach nicht gut mit mir. Einsamkeit, Frust, Traurigkeit, Wut, Verlustängste – das ist es, was mein Leben prägt.

Hier kommt die zweite Geschichte:


Ich hatte eine wunderbare Kindheit mit einer Familie, die mich über alles liebt. Nach acht Jahren war leider die gemeinsame Reise mit meinem Papa vorbei. Ich bin sehr dankbar, dass ich ihn kennenlernen und diese ersten Jahre meines Lebens mit ihm verbringen durfte. So schlimm und traurig die Situation auch war, hat meine Mutter das Beste für uns daraus gemacht. Mehrere Umzüge haben dazu geführt, dass ich verschiedene Orte und viele neue Kinder kennenlernen durfte. Und besonders toll war: Ich konnte mein Kinderzimmer jedes Mal neu einrichten. Meine Mama hat alles dafür gegeben, dass es mir gut geht und jeden Cent dafür eingesetzt, mir meine Wünsche zu erfüllen. Mein Bonus-Papa hat mit mir Motorrad- und Cabriotouren gemacht, Allianzen gegen meine Mutter mit mir gebildet, wenn ich mal wieder meinen Kopf durchsetzen wollte. Wir haben wunderschöne Urlaube gemacht. Und eines Tages erzählten mir die beiden, dass sie sich ihren Traum verwirklichen wollen: Ein Haus am Meer. Ich war damals für mein Alter schon recht erwachsen und habe für mich abgewogen, inwiefern ich dort beruflich und auch sozial eine Zukunft haben könnte, denn die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist abgesehen vom Tourismus relativ schwach und viele junge Menschen ziehen dort weg. Ich habe für mich beschlossen, dass ich mich dort in Zukunft nicht sehe, auch wenn es von Minute 1 an vollkommen außer Frage stand, dass ich es meiner Mutter von Herzen gönne, dass sie sich nach all diesen Jahren unbedingt ihren Traum verwirklichen soll – schließlich hatte ich ja schon erlebt, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Glücklicherweise hat sie mir das erlaubt und nach einigen längeren Gesprächen zugestimmt, dass ich in Ansbach bleiben darf. Ich habe innerhalb kurzer Zeit einen Ausbildungsplatz gefunden und war gottfroh, nach der mittleren Reife das Gymnasium verlassen zu können – Schule fand ich zugegebenermaßen schon immer doof. Die Ausbildung war zwar fachlich nicht gerade das, was mich interessiert hat, allerdings habe ich dort viele wichtige Lektionen und Routinen gelernt, die mir in meinem Berufsleben bis heute helfen. In dieser Zeit habe ich außerdem gelernt, wie man mit richtig wenig Geld trotzdem ein richtig gutes Leben führen kann. Zudem konnte ich jedes Jahr kostenlos Urlaub an der Ostsee machen. Die Chance, beruflich nach München umzuziehen hat mein Leben einmal komplett auf links gedreht. Ich durfte lernen, wer meine wirklichen Freunde sind. Ich habe viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, tolle Menschen kennengelernt und hatte aufgrund der Tatsache, dass ich jetzt viel alleine war, die Motivation, berufsbegleitend für drei Jahre zu studieren, viele Bücher zu lesen und mich persönlich zu entwickeln. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, dass mich das Leben den Umgang mit Veränderung, stetige Weiterentwicklung, Mut und eine unglaubliche Wertschätzung für die Zeit mit meinen Liebsten gelehrt hat, oder?

Und jetzt bleibt die Frage: Was von all dem ist die Wahrheit? Was davon ist meine Interpretation? Ist der Inhalt der ersten Geschichte wahr? Oder ist der Inhalt der zweiten Geschichte wahr? Oder vielleicht nichts von beiden?

Die Wahrheit ist, es gibt keine Wahrheit außerhalb der Fakten wie:


- Mein Vater ist gestorben als ich acht war.

- Ich habe ein paar Mal den Wohnort gewechselt.

- Ich bin mit 16 von zuhause ausgezogen und meine Mutter hat mit ihrem Lebensgefährten ein Haus auf Usedom gekauft.

- Ich habe die Schule verlassen und eine Berufsausbildung begonnen.

- Ich bin nach München umgezogen.


Verstehst Du, was ich meine? Wir entscheiden selbst, welche Wahrheit wir glauben. Und diese Entscheidung können wir jeden Tag, ja sogar jede Sekunde auf’s Neue treffen.

Es ist kein Geheimnis, dass unsere Erinnerung nicht auf Fakten, sondern auf Emotionen basiert. So kommt es auch zustande, dass Zeugenaussagen vor Gericht sehr stark variieren, obwohl alle dasselbe Geschehen miterlebt haben. Jetzt ist es nur vor Gericht so, dass es einen (hoffentlich meist) objektiven Richter gibt, der die Aussagen und Geschichten immer wieder auf Fakten zu lenken versucht. Diesen Richter haben wir in unserem Leben auch. Meistens heißt er „Ego“. Nur denk bloß nicht, dass unser Richter sich um Fakten schert. Der Richter sitzt zwischen all unseren Kisten im Keller und fällt sein Urteil nach dem, was am besten in unser Bild von uns selbst, in unsere Überzeugungen und in die Geschichten, die wir uns über uns selbst und unser Leben erzählen, hineinpasst.

Noch dazu ist unser innerer Richter befangen, weil er gleichzeitig auch unser Anwalt ist. Er unterstützt uns also dabei, die Schuld bei anderen und bei den Umständen zu suchen, dass wir selbst am Ende fein raus sind und vermeintlich keine Verantwortung für die Dinge tragen müssen. Er plädiert dafür, dass wir uns auf dem ausruhen dürfen, was war und darauf, dass die Schuld außerhalb von uns selbst liegt, denn alles andere würde zu viel Aufwand bedeuten.


Was bedeutet das jetzt konkret für Dich und Deine Vergangenheit?

Natürlich kannst Du Dir weiterhin die Geschichten erzählen, die Du Dir schon immer erzählst. Allerdings darfst Du dann auch nicht darauf hoffen, dass Du andere Ergebnisse in Deinem Leben siehst als bisher. Denn wenn wir immer das tun, was wir bisher getan haben, wird auch weiterhin das geschehen, was bisher schon geschah. Natürlich kannst Du Dich auch weiterhin an Deiner schlimmen Kindheit, Deinen negativen Erfahrungen und Überzeugungen festhalten.

Du kannst Dir das vorstellen wie einen Kreis, der an einer Stelle offen ist. Das Leben führt uns immer wieder durch diese Kreise und lässt uns immer wieder dieselben Erfahrungen machen. So lange, bis wir bereit sind, zu erkennen, dass es IMMER einen Ausgang gibt und diesen Ausgang auch nutzen. Du entscheidest ganz allein, wie viele Runden Du in den jeweiligen Kreisen Deines Lebens noch drehen willst. Vielleicht möchtest Du das auch bis ans Ende so weitermachen. Denn eines ist auch klar: In diesen Kreisen kennen wir uns sehr gut aus. Wir kennen die zugehörigen Gedanken, die damit einhergehenden Gefühle, wissen, wie wir auf Basis unserer Überzeugungen hier Entscheidungen treffen und sind schon vorbereitet auf die Erfahrungen, die wir in diesem Kreis machen. Wir bezeichnen diese Kreise auch oft als unsere Komfortzone. Man könnte auch sagen, wir haben einen Fensterplatz im warmen, bequemen Zug, während draußen vermeintlich der Sturm tobt und es sehr ungemütlich ist. Wir bleiben lieber sitzen, auch wenn wir genau wissen, dass der Zug in die entgegengesetzte Richtung zu dem Ort fährt, an dem wir eigentlich ankommen wollen. Weil es vermeintlich sicher ist. Wenn wir diese Kreise oder diesen Zug nicht verlassen, bleiben wir emotional hängen. Wir drücken immer wieder den Repeat-Knopf, hören uns immer denselben Teil unserer verkratzten Schallplatte an - immer dieselbe Leier.

Wir räumen jetzt also weiter den Keller auf und Du stellst Dir folgende Fragen:

1. Schau bitte noch einmal auf die fünf negativen Situationen, die Du Dir notiert hast. Welche negativen Geschichten erzählst Du Dir über diese Situationen? Schreib Dir diese Geschichten in Kurzform einmal auf, als wären sie wirklich so passiert. Also genau so, wie ich Dir vorhin meine Geschichten erzählt habe.


2. Anschließend stellst Du Dir bitte vor, dass Du mit diesen Geschichten vor Gericht stehst und bei Falschaussagen verurteilt werden kannst. Was sind die Fakten aus diesen Geschichten? Was ist WIRKLICH passiert und was war nur Deine Interpretation?

3. Schreib Deine fünf Geschichten neu. Stell Dir zu jeder Situation die Frage: Was wird HEUTE dadurch möglich, dass ich genau DAS in der Vergangenheit erleben durfte. Was hat mich das Leben gelehrt? Wofür hat mich meine Geschichte vorbereitet?

Du kannst jeden Tag neu entscheiden, welches Leben Du heute führen willst. Und Du kannst jeden Tag entscheiden, welche Geschichte Du Dir über Deine Vergangenheit erzählst. Seid ihr Freunde oder Feinde? „Ich bin“ sind die beiden kraftvollsten Worte, die Du aussprechen kannst. Vergiss das nicht.


Lass uns jetzt zum nächsten Punkt kommen, besser gesagt zu der Frage:


Wann hast Du aufgehört zu leben?

Letztens habe ich irgendwo ein schönes Zitat gelesen, das ungefähr so lautete: „Er hat mit 25 aufgehört zu leben. Gestorben ist er mit 90.“


Das klingt ganz schön traurig, oder? Und gleichzeitig ist es ein Phänomen, das gar nicht mal so selten ist. Schau Dich nur mal auf der Straße um, wie wenige Menschen so wirklich lebendig aussehen. Vielleicht reicht sogar schon ein Blick in den Spiegel.

Mir hat sich schon vor längerer Zeit die Frage gestellt, wie das alles kommt. Wieso es so ist, dass in so vielen Körpern vermeintlich niemand zuhause zu sein scheint. Leben bedeutet ja nichts mehr als Energie, die im Fluss ist. Wenn wir aufhören zu leben, ist diese Energie also irgendwie blockiert und gerade nicht verfügbar. Ich sage bewusst nicht, dass sie weg ist, denn das ist sie nicht.

Wo können wir also diese Energie wieder finden, wenn wir das Gefühl haben, wir haben aufgehört zu leben?

Ein kleiner Tipp: Schau mal im Keller nach ihr.

Mit jeder negativen Erfahrung, mit jeder Enttäuschung, mit jedem Schlag ziehen wir uns ein Stück weiter von unserem Leben zurück. Es wäre einfach zu gefährlich, dazubleiben.


Solange wir an etwas festhalten, also zum Beispiel an unserer Geschichte über unsere Vergangenheit, stellen wir uns immer auch auf den Standpunkt „Es hätte anders sein sollen.“ Wir hegen also einen Widerstand gegen das, was war. Dieser Widerstand sorgt dafür, dass wir all unsere Energie auf das lenken, was weggehen soll. Wir verurteilen, wir bewerten und am Ende resignieren wir vielleicht sogar, weil wir uns als Opfer fühlen.

Auch hier kannst Du natürlich sehr gern wieder so weitermachen wie bisher. Du kannst weiterhin kämpfen. Nur wundere Dich dann nicht, wenn Du in keiner Situation, in keiner Phase und in keinem Moment den Frieden und das Glück finden wirst, das Du angeblich so verzweifelt suchst. Kampf und Frieden in einem funktionieren nicht.

Fakt ist: Wir leiden niemals wirklich wegen den Ereignissen, die wir erlebt und den Erfahrungen, die wir gemacht haben. Wir leiden immer wegen unserer persönlichen Interpretation. Erinnere Dich an dieser Stelle nochmal an die zwei Geschichten, die ich Dir vorhin erzählt habe.

Ich glaube, bevor ich weiterspreche, können wir an dieser Stelle mal eins festhalten. Ganz egal, was Du bisher erlebt hast, durch welche Hölle Du vielleicht gegangen bist – dieser Moment ist vorbei und Du hast ihn überlebt. Sonst könntest Du gerade diese Podcastfolge nicht hören.

Jetzt darfst Du also entscheiden, ob Du weiterhin immer wieder Deine wertvolle Zeit im Keller verbringen, oder den Weg für eine bessere Gegenwart und Zukunft bahnen möchtest.

Dazu gehört es, dass Du all dem, was war, zustimmst. Dass Du aufhörst, gegen das zu kämpfen, was war. Bevor jetzt gleich der Widerstand wieder seinen Auftritt hat: Es geht NICHT darum, all das gut zu heißen. Es geht nur darum, all dem nicht länger anzuhaften und „Ja“ zu sagen. Denn selbst wenn Du „Nein“ sagst, ändert das an der Situation nichts. Es führt lediglich dazu, dass Du täglich Deine Kraft und Energie in diesem Kampf verschwendest. Du kannst Dir das auch vorstellen, als würdest Du die ganze Zeit versuchen, Wasser in Deinen Händen durch’s Leben zu tragen. Das wird 1. nicht funktionieren, du wirst auf dem Weg alles verlieren und 2. führt es dazu, dass Du mit geballten Fäusten durch die Welt läufst. Anhaften und Festhalten verursacht Leid. Und Leid bündelt wertvolle Energie, die uns davon abhält, im HEUTE vollkommen erfüllt unser ganzes Potenzial zu leben.


Ich möchte sogar noch einen Schritt weiter gehen. Sag Deinem Ego mal bitte kurz, dass es sich anschnallen soll.

Meist ist es ja so, dass die Geschichten unserer Vergangenheit auch mit anderen Menschen zu tun haben.

Was wäre, wenn all das, was andere Menschen Dir vermeintlich angetan haben, nicht im entferntesten Sinne etwas mit Dir zu tun hätte?

Ich wiederhole die Frage nochmal. Was wäre, wenn all das, was andere Menschen getan haben, nichts mit Dir zu tun hätte?

Ich bin von zwei Dingen zutiefst überzeugt.

1. Menschen treffen IMMER die zur Zeit beste Wahl.

2. Nichts von dem, was andere tun, hat irgendetwas mit Dir zu tun. Sie tun es immer wegen sich selbst.

Wenn Menschen etwas Negatives oder Schlimmes tun, tun sie das immer, um sich selbst dabei besser zu fühlen. Es geht nie darum, dass sie wollen, dass Du Dich dadurch irgendwie fühlst. Du spielst dabei keine Rolle. Es geht nicht um Dich! Sie tun es, weil sie für sich selbst damit eine positive Absicht verfolgen und nehmen es sozusagen als „Nebenprodukt“ in Kauf, dass mit Dir etwas passieren könnte. Das ist übrigens auch im umgekehrten Sinne mit positiven Dingen so. In erster Linie tun wir Menschen nur deshalb etwas Gutes, weil wir uns selbst dadurch besser fühlen möchten. Wir machen anderen zum Beispiel eine Freude, um uns selbst zu freuen.

Wenn Du Dir nun darüber bewusst bist, kannst Du fortan selbst entscheiden, ob Du die Schuhe, die Dir jemand anders vor die Nase stellt, nämlich DESSEN Schuhe, anziehen möchtest. Willst Du weiterhin so egoistisch sein und glauben, dass es etwas mit Dir zu tun hat, wenn Dich jemand anschreit? Willst Du weiterhin wütend werden, wenn Dir jemand den Parkplatz vor der Nase wegschnappt oder Dich belügt? Willst Du Dich weiterhin angegriffen fühlen, wenn Dich jemand beschimpft? Oder wäre es vielleicht auch eine Möglichkeit, das Verhalten der anderen Menschen zu nutzen, um tiefes Mitgefühl zu entwickeln?


Ich bin mir sicher, dass Du schon einmal einem kleinen, neugeborenen Baby in die Augen geschaut hast. In diese unschuldigen Augen, die niemandem etwas Böses wollen. Jeder von uns trägt dieses kleine, unschuldige Baby auch heute noch in sich. All das Schlimme, was Menschen tun, tun sie immer nur deshalb, weil sie selbst verletzt sind. „Hurt people hurt people.“, sagt man im Englischen. Also „Verletzte Menschen verletzen Menschen.“. Und auch in der Bibel steht: „Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Profil entsteht immer erst durch Reibung.

Hier kommen jetzt noch die letzten Tipps für unsere heutige Keller-Aufräumaktion.

1. Frag Dich einmal, gegen welche Teile Deiner Geschichte Du immer noch einen Widerstand hegst. Wogegen kämpfst Du auch heute noch Tag für Tag?

2. Entscheide Dich jetzt, hier und heute dafür, all dem zuzustimmen. Zu vergeben. Zu akzeptieren, dass alles so war, wie es war und dass Du Vergangenes durch nichts in der Welt mehr verändern kannst.


3. Schreib Dir jetzt einmal alle Namen der Menschen auf, gegen die Du noch negative Gefühle hegst. Wut, Ablehnung, Enttäuschung, vielleicht sogar Hass.

4. Erkenne an, dass Du die Schuhe, die Dir diese Menschen vor die Nase gestellt haben, FREIWILLIG angezogen hast. Blicke auf genau diese Menschen so, als würdest Du einem unschuldigen Baby in die Augen schauen. Hab Mitgefühl für all das, was sie erlebt haben, das sie zu den Menschen gemacht hat, die sie heute sind. Und vergib ihnen, denn sie wussten nicht, was sie tun. Diesen Blick darfst Du übrigens auch auf Dich selbst richten.

5. Begegne den Menschen zukünftig mit Mitgefühl, anstatt mit Ablehnung. Ersetze „Was bildet der sich eigentlich ein, wer er ist?“ durch „Es tut mir unglaublich leid, dass Du Dich gerade so fühlst.“ Und anschließend schickst Du die Pakete, die sie Dir vor die Tür stellen, an den Absender zurück.


Das Schöne ist übrigens, dass Du durch all das nicht nur Dir selbst etwas Gutes tust, sondern auch anderen Menschen. Du kannst Deine Beziehungsqualität dadurch auf allen Ebenen immens steigern. Denn sobald wir unsere eigene Vergangenheit in uns selbst halten können, können wir auch für andere Menschen einen Raum halten, in dem sie sich ganz und vollkommen so zeigen können, wie sie sind. Wenn wir uns erlauben, bestimmte Gefühle zu fühlen, können wir das auch anderen erlauben. Wenn wir uns selbst hören können, sind wir auch gute Zuhörer für andere. Und nur wenn wir uns selbst lieben, mit all unseren Facetten, können wir auch andere Menschen wahrhaftig lieben.

Bevor wir jetzt gleich zum Ende kommen, schauen wir uns jetzt noch kurz an, was die Freundschaft mit Deiner Vergangenheit mit Deinem Selbstbewusstsein zu tun hat.

Wenn man das Wort Selbstbewusstsein einmal in seine Teile zerlegt, kommt man schnell darauf, dass Selbstbewusstsein vermutlich dann entsteht, wenn man sich seines Selbst bewusst ist. Solange wir nun aber einen Teil von uns immer wegsperren, nicht hinschauen und uns weigern, unseren Keller aufzuräumen, bleibt etwas in uns, dessen wir uns nicht bewusst sind. Ein blinder Fleck sozusagen. Zu einem gesunden Selbst-bewusst-sein gehört also auch das Annehmen all dessen, was war. Je besser Du Deine Vergangenheit verstehst und je mehr Du in Frieden mit ihr sein kannst, desto eher wirst Du verstehen, dass heute und hier der wichtigste und richtigste Ort ist, an dem Du jemals sein kannst. Du wirst all die Punkte Deiner Vergangenheit wie bei „Malen nach Zahlen“ miteinander verbinden und am Ende ein wunderschönes Bild sehen können. Das ist Dein Leben. Das bist Du.

So, das war die heutige Folge zu dem Thema, wie Du Freundschaft mit Deiner Vergangenheit schließt. Normalerweise würde ich jetzt die wichtigsten Punkte noch einmal für Dich zusammenfassen, allerdings fällt mir das bei dieser Folge sehr schwer, weil ich so vieles für so wichtig halte. Vielleicht magst Du mir ja heute einmal sagen, was für Dich die Essenz aus der Folge ist? Was hat Dich am meisten berührt? Ich freue mich über jede Nachricht, jede Email und über jeden Kommentar bei Instagram, Facebook, LinkedIn, oder XING.

An dieser Stelle auch nochmal ein kurzer Reminder: Bis zum 31.05.2020 kannst Du noch teilnehmen an der Verlosung einer 90-minütigen Online-Coaching-Session mit mir zu einem Thema Deiner Wahl. Alles, was Du tun musst, um in den Lostopf zu hüpfen ist, mir eine Bewertung auf iTunes zu hinterlassen. Wichtig dabei ist, dass Du auch einen kurzen Text dazu schreibst, denn sonst kann ich Deinen Namen nicht sehen und Dich somit auch nicht berücksichtigen. Falls Du mir bereits eine Bewertung ohne Text da gelassen hast, schick mir einfach eine kurze Email, dann bist Du selbstverständlich auch dabei. Berücksichtigt werden alle Bewertungen seit dem Start des Podcasts am 07.04.2020 bis einschließlich 31.05.2020. In der Podcastfolge am 02.06.2020 gebe ich dann den Gewinner oder die Gewinnerin bekannt.

Und zu guter Letzt noch ein DANKE von Herzen, dass Du Dir die heutige Folge wieder bis zum Ende angehört hast, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle vielleicht etwas unbequem war. Ich hoffe, Du konntest viele Denkanstöße für Dich mitnehmen, die Dir dabei helfen, Freundschaft mit Deiner Vergangenheit zu schließen. Wie immer freue ich mich, wenn Du den Podcast Deinen Freunden, Bekannten und Kollegen weiterempfiehlst, dass wir gemeinsam noch mehr Menschen erreichen.

Ich hoffe, Du bist nächsten Dienstag wieder dabei. Und bis dahin, pass auf Dich auf, lass es Dir gut gehen, alles Liebe für Dich und denk dran: nothing but mindfulness... Bis bald!


PS: Melde Dich gern für meinen Newsletter an, um künftig keine Podcastfolgen und wichtigen Infos mehr zu verpassen.

© FRANZISKA DITTRICH

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