Suche
  • Franziska Dittrich

030 - Ein Plädoyer an die Zeit



Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von nothing but mindfulness. , dem Podcast, in dem sich alles darum dreht, wie Du durch eine achtsame Haltung Dein Leben und die Welt verändern kannst. Mein Name ist Franziska Dittrich und ich freu mich total, dass Du heute wieder da bist und wir wieder ein bisschen Zeit miteinander verbringen.

Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich die heutige Folge aufnehmen soll, weil sie durchaus einlädt zu polarisieren. Da ich aber inzwischen in der glücklichen Lage bin, hier jede Woche hunderte von Menschen zu erreichen, fühle ich mich nahezu verpflichtet, meinen Teil dazu beizutragen, Licht ins Dunkel zu bringen. Und ob meine Wahrheit zu Deiner passt, oder nicht, kannst Du ja einfach für Dich entscheiden.

Ich war lange still. Aber die Zeit, in der das Schweigen uns unbeschadet durch’s Leben trägt, ist vorbei.

Du wurdest geboren mit einem gesunden Verstand, der Dir dazu dient, Fragen zu stellen.

Du wurdest geboren mit einem gesunden Herzen, das Dich dazu befähigt, zu fühlen.

Du wurdest geboren mit einer gesunden Intuition, die Dir dabei hilft, Entscheidungen zu treffen.

Du bist aufgewachsen in einem System, das darauf ausgelegt ist, Deinen gesunden Verstand zu betäuben und Deine Natur, Fragen zu stellen, nahezu gänzlich außer Kraft zu setzen.

Du bist aufgewachsen in einem System, das darauf ausgelegt ist, Dein gesundes Herz durch das ständige Propagieren von Hass und Unzulänglichkeit so zu verstören, dass es krank wird und schließlich seine Aufgabe vergisst.

Du bist aufgewachsen in einem System, das darauf ausgelegt ist, Deine gesunde Intuition so zu unterwandern, dass Du richtig von falsch nicht mehr unterscheiden kannst.

Das Leben in physischer, emotionaler und mentaler Gesundheit und das damit verbundene Glücksgefühl, dem nahezu die gesamte Menschheit Tag für Tag hinterherjagt, ist wider Erwarten Vieler nicht darin zu finden, vermeintlich „Normales“ zu akzeptieren und hinzunehmen, längst überholten Dogmen zu folgen und sich darauf zu verlassen, dass vermeintliche Obrigkeiten die Verantwortung zugunsten des Wohls aller übernehmen.

Artikel 1 des Deutschen Grundgesetzes besagt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Diese Verpflichtung der staatlichen Gewalt entbindet Dich explizit nicht davon, auch Deiner eigenen Verpflichtung, Deine menschliche Würde zu achten und zu schützen, nachzukommen!

Wir befinden uns gerade in einer Zeit, in der wir alle im Kollektiv so sehr an der Wirklichkeit vorbeileben, wie es wahrscheinlich zu unseren Lebzeiten zuvor noch nie der Fall war.

Indoktriniert von Politik und Massenmedien reagieren wir auf die psychoemotionale Gewalt, die wir zweifelsohne gerade alle am eigenen Leib erfahren, mit zwei Antworten: Aggression oder Depression. Widerstand oder Resignation.

Die Komplexität all dessen, was in den letzten Monaten passiert, überfordert Dich Tag für Tag maßlos. Du hast keine Strategie, mit etwas umzugehen, das so vorher noch nie da gewesen ist. Damit bist Du nicht allein.

Angst versetzt unser Gehirn in den Überlebensmodus und schaltet damit unseren klaren, analytischen Verstand ab – das ist weitläufig bekannt.

Gleichzeitig fordert die Tatsache, dass wir uns gerade inmitten der Zeit eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit befinden, genau jetzt Deinen gesunden Verstand, Dein gesundes Herz und Deine gesunde Intuition.

„Die menschliche Hölle ist Störung im Modus nicht linearer, chaotischer Muster.“, sagt Wissenschaftlerin Dr. Petra Bock in ihrem Buch „Der entstörte Mensch“.

Jetzt, inmitten dieses Chaos, ist wirklich der denkbar schlechteste Zeitpunkt, Dich zurückzulehnen, zu resignieren und darauf zu warten, dass Du bald gemütlich in Deiner längst überholten Vergangenheit weiterleben kannst.

Jetzt ist der Zeitpunkt, um vermeintliche Fakten kritisch zu hinterfragen.

Jetzt ist der Zeitpunkt, Deinen Geist frei zu machen von engstirniger, angsteinflößender und wirklichkeitsverzerrender Propaganda.

Jetzt ist der Zeitpunkt, Deine Aggression zugunsten einer lebensfreundlichen Zukunft zuzulassen und zwar im Sinne ihrer ursprünglichen Wortbedeutung aus dem Lateinischen „aggredi“, was so viel bedeutet wie „etwas beginnen“ oder „sich etwas annähern“.

Jetzt ist der Zeitpunkt, Deine Angst davor, in allem was Du denkst, sagst und tust, ungeheuer machtvoll zu sein, zu überwinden.

Wir alle tragen die Verantwortung für eine Welt, in der sich nicht nur das Überleben, sondern insbesondere das Leben lohnt. Und wir alle tragen die Konsequenzen, wenn wir diese Verantwortung nicht endlich übernehmen.

Jeder Veränderungsprozess birgt einen Punkt, an dem maximale Instabilität herrscht – im Innen und im Außen.

Wenn wir nicht bereit sind, für einen Moment alle vermeintlichen Sicherheiten zu verlieren, kommen wir nicht weiter. Nicht als Individuum, nicht als Gesellschaft, nicht als Menschheit.

Die Zeit, in der das Schweigen uns unbeschadet durch’s Leben trägt, ist vorbei.

Was passiert hier eigentlich gerade?

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber diese Frage habe ich mir im Jahr 2020 unverhältnismäßig oft gestellt. Mal ängstlich, mal genervt, mal aggressiv, mal zuversichtlich. Ein ständiges Hin und Her, oder Auf und Ab. Das Verfolgen von Massenmedien habe ich mir schon seit geraumer Zeit abgewöhnt, weil es faktisch einfach nichts bringt. Das eigentlich Schlimme ist aus meiner Sicht auch nicht die vermeintliche Gefahr, die von einem angeblich neuartigen Virus ausgeht. Das eigentlich Schlimme ist, dass sich in diesem Jahr weltweit zeigt, dass wir als Menschheit offensichtlich steckengeblieben sind.

Wir sind vollkommen überfordert von all den ständigen Veränderungen, die unsere komplexe Welt heutzutage mit sich bringt. Wir suchen verzweifelt nach Halt und stoßen dabei täglich an Grenzen. Alles, was unser Vorstellungsvermögen übersteigt, bringt uns dazu, innerlich abzuschalten. Wir sind längst unfähig, zu agieren. Vielmehr ist unser Alltag und damit auch unser Leben davon bestimmt, zu reagieren auf all das, was Sekunde für Sekunde auf uns einprasselt. Wir akzeptieren Umstände und Regeln, die wir bei vollem Bewusstsein niemals hinnehmen würden. Wir lassen unseren Tagesablauf von vermeintlich funktionierenden Routinen, Smartphones, Apps und sämtlichen weiteren Dingen im Außen bestimmen.

Wir halten uns für super entwickelt und hauen eine Innovation nach der nächsten raus. Dabei scheint es total unerheblich zu sein, dass wir in unserem Menschsein seit unglaublich langer Zeit keinen einzigen Schritt weitergekommen sind und in schwierigen Situationen handeln wie unsere Vorfahren aus der Steinzeit.

Wie ich darauf komme?

Wir führen nicht nur auf kollektiver und globaler Ebene, sondern auch zuhause in unserem Wohnzimmer jeden Tag Kämpfe, von denen wir genau wissen, dass es am Ende nur Verlierer gibt. Wir suchen lieber Sündenböcke als Lösungen. Wir bewerten uns gegenseitig zu Tode, wohlwissend, dass genau das uns die Lebensfreude nimmt, die wir uns angeblich alle so sehr wünschen. Wir stigmatisieren, verbreiten unsere Pseudomoral als vermeintliche Wahrheit und werten andere Menschen dadurch ab. Wir bauen sozialen Druck auf, verleugnen uns selbst und beziehen keine Position, weil das dazu führen könnte, dass wir nicht mehr dazugehören. Wir glauben aus Sicherheitsgründen lieber an das Schlechte im Menschen und verlassen uns im Zweifelsfall auf die sichere Bank, auch wenn wir eigentlich wissen, dass auch die eine Illusion ist.

Wir halten uns an Regeln, die uns irgendjemand aufzwingt und Gnade dem, der aus der Reihe tanzt. Und wenn wir dann in unserer trüben Suppe irgendwann einen Lichtstrahl sehen, sind wir direkt mega euphorisch, was letzten Endes nur wieder dazu führt, dass wir früher oder später – in der Regel aber nach ziemlich kurzer Zeit – ziemlich tief zurückfallen in unseren bedeutungslosen Alltag.

Wir jagen Idealen hinterher, die sich schon in ihren Grundfesten widersprechen und sind schon morgens um 7 Uhr überfordert von all den Möglichkeiten, die der Tag für uns bereithält. Wenn wir ein Problem gelöst haben, klopfen schon zehn neue an der Tür. Und das Schlimme ist: Wir haben nicht ansatzweise eine Ahnung, welche Realität unsere heutigen Entscheidungen morgen hervorbringen.

Das, Freunde, ist die Realität. Traurig, aber wahr. „So hat das schon immer funktioniert, also machen wir das jeden Tag so weiter. So ist das Leben halt.“ Diese Sätze verursachen bei mir – bitte entschuldige die Ausdrucksweise – inzwischen einfach nur noch Brechreiz.

Rekonstruieren oder neu konstruieren?

„Erinnerung malt mit einem goldenen Pinsel, vor allem dann, wenn sich die Gegenwart irgendwie falsch anfühlt.“, sagt Dr. Petra Bock.

Ganz ehrlich: Die meisten Menschen stecken eigentlich schon längst (und damit meine ich nicht erst seit März 2020) in einem Leben fest, das nicht zu ihnen passt. Wie sollte es aber auch anders sein in einem System, in dem uns schon im Kindesalter unsere Bedürfnisse abtrainiert werden, nur um dann als Erwachsene pflegeleicht zu funktionieren und alten, überholten Paradigmen zu dienen? Das ist natürlich auch für einen Großteil der Industrie ein großartiger Ausgangspunkt, denn schließlich ist es mehr als berechenbar, dass wir früher oder später die innere Leere, die all das verursacht, kompensieren müssen. Durch Konsum, Verdrängung, oder eben in letzter Konsequenz durch Selbstverleugnung.

Wie kann es sein, dass es offensichtlich das Höchste der Gefühle ist, das neueste Smartphone, 10 Pay-TV-Abos und die teuersten Markenklamotten zu besitzen? Selbstverständlich finanziert aus einem Job, den wir machen, weil er „halt Geld bringt“ und damit gleichzeitig ein so bescheidenes Gefühl, dass wir uns in unserer Freizeit permanent von unserem bedeutungslosen Leben ablenken müssen. Wie kann uns die Aussicht auf ein paar kurz währende Glücksgefühle soweit bringen, dass wir uns dafür selbst verkaufen?

Warum zur Hölle, frage ich mich, läuft das im 21. Jahrhundert immer noch vermeintlich unbemerkt so weiter? Bzw., wenn wir es doch merken, warum verändern wir nichts? Warum verändern wir uns nicht?

Fakt ist: Es gibt in Veränderungsprozessen immer einen Punkt, an dem maximale Instabilität herrscht. Im Innen und im Außen. Wenn wir nicht bereit sind, für einen Moment alle Sicherheiten zu verlieren, kommen wir nicht weiter. Und genau das ist der Grund, warum wir seit Jahrzehnten, oder vielleicht auch schon seit Jahrhunderten immer wieder Anlauf nehmen, es aber trotzdem nie über den kritischen Punkt hinweg schaffen.

Unsere Vergangenheit und unsere Evolution zwingen uns dazu, immer wieder in ängstliche oder aggressive Muster zu fallen, wenn Veränderung ansteht. Wir wollen und können diese Unsicherheit vermeintlich nicht aushalten. Doch was ist der Preis dafür?

Wir werden zum Spielball der Ereignisse. Wir stehen morgens auf und gehen abends ins Bett mit einem existenziellen Druck. Wir müssen arbeiten, um Geld zu verdienen und unsere Verbindlichkeiten bezahlen zu können. Wir müssen schön aussehen, um anderen zu gefallen, geliebt zu werden und dazuzugehören. Wir müssen schweigen, auch wenn wir es besser wissen, weil uns die Ungunst unserer Mitmenschen unser Gesicht kosten könnte. Wir müssen andere abwerten, um uns selbst besser zu fühlen. Wir sind grundsätzlich gegen alles Neue, weil es uns das Altbewährte kostet. Wir sind nahezu 24h psychoemotionaler Gewalt ausgesetzt. Wenn sie uns niemand anders antut, tun wir das gern auch sehr verlässlich selbst.

Je nachdem, wie wir als Kinder aufgewachsen sind, fallen wir auch heute noch in unsere „überlebenssichernden“ Muster und Strategien zurück. Davon gibt es im Kern wahrscheinlich nur zwei. Entweder wir werden zu ohnmächtigen, hilflosen Opfern, oder wir ermächtigen uns selbst zu strengen, bewertenden Tätern.

Schau Dich einmal in Deinem Umfeld um. Ganz egal, ob in Bezug auf die aktuelle Situation, oder auf alltägliche Ereignisse. Das ist die traurige Realität. Wir alle sind durchschaubar.

Aber warum ist das so?

Inzwischen ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass wir nur einen geringen Teil unserer geistigen Kapazität abrufen. Das Hauptziel scheint das Überleben zu sein. Unser Gehirn versucht unter diesem Gesichtspunkt, alles auf das Nötigste zu reduzieren und so einfach wie möglich zu machen. Wir denken in „entweder – oder“ und „wenn – dann“. Kein Wunder, dass wir fast täglich zum Opfer unserer eigenen Gedanken werden, denn so einfach ist die Welt einfach schon lange nicht mehr zu verstehen und vor allem auch vorherzusagen.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich als Kind einmal meine Mama gefragt habe, warum es denn angeblich keine Möglichkeit gibt, Kriege zu beenden. Man könne doch einfach aufhören, Waffen zu produzieren. Vielleicht hast Du selbst auch Kinder und hin und wieder schon Fragen dieser Art gehört. Im ersten Moment finden wir Erwachsenen das vielleicht süß und belächeln es ein bisschen. Die Wahrheit ist aber, dass Kinder uns einen erheblichen Schritt voraus sind, zumindest bis zu einem gewissen Alter: Sie haben diese Existenzangst nicht, die uns allen früher oder später von verschiedenen Seiten eingebläut wird und damit langsam das Genick bricht. Sie denken nicht „Wenn es keine Waffen mehr gibt, muss ich um mein Leben fürchten und bin nicht mehr sicher.“ Sie denken auch nicht „Wenn ich Dir etwas abgebe, habe ich nichts mehr.“. Und da wird es jetzt schon spannend, denn genau das passiert irgendwann. Zu irgendeinem Zeitpunkt beginnen Kinder, darum zu fürchten, dass es für sie selbst nicht mehr reicht, wenn sie mit anderen teilen. „Entweder ich habe, oder Du hast.“ Je älter wir werden, desto schneller wächst dann auch unser Ego und damit die Überzeugung, dass es nur eine Wahrheit gibt. „Entweder ich habe Recht, oder Du hast Recht. Und wenn Du Recht hast, dann stehe ich blöd da.“ So denkt unser Gehirn. Tag für Tag, Sekunde für Sekunde und das seit Jahrtausenden. Und genau aus der Annahme dieser Polarität und dieser linearen Kausalität heraus treffen wir Entscheidungen und beginnen Kriege.

Ich glaube, dass wir, wenn wir nicht bereit sind, in kürzester Zeit einen großen Fortschritt in unserem Denken zu machen, bald ganz gewaltig in die Röhre schauen. Warum? Weil wir uns alle implizit schon längst im Krieg mit uns selbst befinden. Und Du weißt ja, wie im Innen, so irgendwann auch im Außen. Es ist also höchste Eisenbahn, Frieden in uns zu schaffen, um letztendlich gut mit dem umgehen zu können, was um uns herum passiert. Und das ist jetzt keine leere „Persönlichkeitsentwicklungsfloskel“, mit der ich Dir irgendwelche Coaching-Programme verkaufen will, sondern vielmehr ein gut gemeinter Appell.

Was passiert gerade in unserem Kopf?

Ich versuche jetzt einmal, unsere ständigen Gedankengänge stark zu vereinfachen und auf ihre Essenz zu reduzieren. Jeder, der sich damit noch näher auseinandersetzen will, findet zu allen Punkten genügend ausführliche, auch wissenschaftliche Literatur.

Schritt 1: Sobald irgendetwas Neues passiert, meldet uns das Gehirn eine Gefahr.

Unser Gehirn gleicht mit seiner Datenbank ab, ob wir das, was da gerade passiert, schon kennen und schaut im nächsten Moment, ob es eine passende Strategie hat, um dem zu begegnen. Lautet die Antwort „nein“, sind wir sofort in unserem Überlebensmodus gefangen.

Schritt 2: Wir greifen auf altbewährte Denkmuster zurück.

Petra Bock beschreibt in ihrem Buch „Der entstörte Mensch“, aus dem ich vorhin schon zitiert habe, insgesamt sieben dieser Denkrahmen. Spannenderweise ist dieses Buch schon Anfang des Jahres erschienen, als von unserer jetzigen Situation noch keine Spur war. Ich möchte hier die mit Dir teilen, bei denen ich es für wichtig halte, sie auf jeden Fall zu kennen. Die Verbleibenden kannst Du bei Interesse selbst in ihrem Buch nachlesen.

Druck

Wir setzen uns selbst und andere unter Druck, indem wir uns gedanklich einen fixen „Wenn-dann“-Rahmen basteln und uns die buntesten Horrorszenarien ausmalen. Damit bringen wir uns selbst und andere zum Funktionieren.

„Wenn Du das nicht schaffst, dann wirst Du Dein Gesicht verlieren.“

„Wenn Du mich liebst, machst Du dies und jenes für mich.“

„Wenn wir uns nicht an die von der Regierung verordneten Maßnahmen halten, werden wir alle untergehen.“

Selbstverleugnung

Wir verleugnen uns selbst und ordnen uns unter, stellen unsere eigenen Bedürfnisse hinter denen anderer an. Wir sind überzeugt davon, dass wir uns selbst nicht zu wichtig nehmen dürfen, stattdessen lieber für andere sorgen sollen und uns einer schweigenden Mehrheit unterordnen müssen. Dieser Denkrahmen bringt uns dazu, vor den vermeintlich Großen und Mächtigen zu kuschen und unsere eigene Position und Meinung aufzugeben. Wir trauen uns nicht, unsere Erfolge zu feiern, weil andere sich dadurch schlecht fühlen könnten. Wir trauen uns nicht, unsere Meinung offen zu äußern, weil wir dann angefeindet werden könnten. Wir sind lieber schweigend unzufrieden, weil es für unsere Zufriedenheit vielleicht eines Aufstandes bedarf.

Starre Regeln

Wenn es um Leben und Tod geht, müssen wir uns alle strikt an Regeln halten und auch bei anderen dafür sorgen, dass sie eingehalten werden. Jegliches Denken außerhalb dieser starren Regeln wäre lebensgefährlich, deshalb versuchen wir es mit aller Gewalt auch bei anderen zu unterbinden. Wir beginnen zu stigmatisieren und mit dem Finger auf all jene Menschen zu zeigen, die sich nicht an die Regeln halten. Das können wir nicht nur in Bezug auf die aktuelle Politik, sondern auch im ganz Kleinen jeden Tag beobachten. Sei es nun, dass jemand sich beim Einparken nicht genau an die Markierung auf dem Parkplatz hält, oder ein Kollege jeden Tag 5 Minuten später als vereinbart zur Arbeit kommt.

Schritt 3: Wir sorgen für Bestätigung unserer immerwährenden Gedankenmuster.

Ich komme mir langsam schon etwas blöd vor, wenn ich hier zum x-ten Mal erwähne, dass unser Gehirn immer Bestätigung für das finden wird, was wir glauben. Es ist aber einfach Fakt, dass wir Menschen ausnahmslos immer Beweise für das finden werden, wovon wir überzeugt sind. Wenn wir es zum Beispiel gewohnt sind, in starren Regeln zu denken, werden wir genügend Argumente dafür finden, diese starren Regeln vor anderen zu rechtfertigen und uns vermutlich auch mit Menschen umgeben, die ähnliche Gedanken hegen und uns damit immer wieder bestärken. Wenn wir eher zu der Spezies gehören, die ihre eigene Meinung und Position aufgibt, werden wir uns tendenziell eher mit anderen Menschen umgeben, die auch genau das tun, sich immer im Hintergrund halten und sich als Opfer der Umstände sehen.

Nicht mehr und nicht weniger passiert jeden Tag in unserem Kopf. Und das – wie schon häufiger in dieser Folge erwähnt – schon seit sehr langer Zeit. Wir sind heutzutage so unachtsam, dass wir uns von unserem Gehirn immer wieder in die Falle des Überlebensmodus locken lassen und dadurch einfach unseren klaren, analytischen Verstand verlieren. Wir funktionieren dann wie Maschinen, sind in unserem Denken und Handeln zu 100% durchschaubar und es ist glasklar, dass unsere Zukunft nur eine Wiederholung der Vergangenheit sein kann!

Bist Du wirklich der Meinung, dass es sich dafür zu leben lohnt? Eine Reise auf der Autobahn im Autopiloten, gesteuert von Angst? Wie kann es sein, dass wir innerhalb von zwei Jahrzehnten technologische Fortschritte machen, dass es nur so knallt und auf menschlicher Ebene keinen Schritt weiterkommen? Brauchen wir wirklich eine millionenschwere Persönlichkeitsentwicklungsindustrie, die uns mit ständig neuen Inputs dermaßen überfrachtet, dass wir am Ende vor lauter Überforderung doch lieber resignieren und unser running system never changen? Brauchen wir wirklich Politiker und Obrigkeiten, die uns diktieren, wie ein vermeintlich lebenswertes Leben auszusehen hat? Oder würde es vielleicht einfach genügen, wenn uns einmal jemand deftig den Kopf wäscht, uns rechts und links eine scheppert und damit dazu bringt, endlich das zu tun wofür wir eigentlich hier sind: Ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu führen und zu diesem Zweck unseren gesunden Verstand, unser gesundes Herz und unsere gesunde Intuition zu nutzen!

Wir leben nicht mehr in der Steinzeit und wenn Du diesen Podcast hörst, lebst Du vermutlich sogar in Deutschland. In einem der privilegiertesten Länder der Welt, in dem ganz objektiv betrachtet nun wirklich niemand um seine Existenz fürchten muss. Und mit Existenz meine ich hier explizit die Existenz, also das Leben als solches und nicht all den Luxus, den wir gerne unter diesem Wort tarnen.

Du wurdest geboren mit einem gesunden Verstand, der Dir dazu dient, Fragen zu stellen.

Du wurdest geboren mit einem gesunden Herzen, das Dich dazu befähigt, zu fühlen.

Du wurdest geboren mit einer gesunden Intuition, die Dir dabei hilft, Entscheidungen zu treffen.

Was braucht es, dass Du Dich jeden Tag genau daran erinnerst?

All das, was wir gerade auf dieser Welt haben, haben wir uns selbst konstruiert. Jeder von uns hat seinen Beitrag dazu geleistet, dass wir heute da stehen, wo wir stehen. Nicht „die da oben“ oder „die Reichen“ oder „die anderen“. Du und ich. Und deshalb ist es höchste Zeit, Deine Hände ab sofort dafür zu benutzen, etwas anders zu machen und nicht dafür, um mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Denn ich bin mir sicher, wenn wir alle das nicht tun, stehen wir früher oder später alle vor unserem Spiegelbild, aber auch vor unseren Nachkommen und sind konfrontiert mit der Frage:

„Was hast Du Dir nur dabei gedacht?“

In diesem Sinne hoffe ich, dass ich Dich vielleicht zumindest ein bisschen dafür sensibilisieren konnte, dass sich hier nichts verändern wird, wenn Du nicht damit anfängst.

Teile die Folge gern mit allen Menschen in Deinem Umfeld und lass uns gemeinsam schauen, dass wir mit diesen Informationen so viele Menschen wie möglich erreichen.

Ich freue mich, wenn Du nächsten Dienstag wieder dabei bist und wünsche Dir bis dahin eine gute Zeit. Pass auf Dich auf und lass es Dir gut gehen. Bis bald!

© FRANZISKA DITTRICH

|

|

|

3.png
2.png
5.png
4.png
1.png